Roggensauerteig URA selbst herstellen – mein Weg zurück zum ursprünglichen Brotbacken

On: Jan. 13, 2026

Roggensauerteig URA selbst herstellen – mein Weg zurück zum ursprünglichen Brotbacken

Es riecht wieder nach frischem Brot bei uns zu Hause.
Nach Roggen. Nach Wärme. Nach etwas Urtypischem.

Und jedes Mal, wenn ich den Laib aus dem Ofen hole, weiß ich wieder, warum ich mir das antue.
Warum ich meinen Roggensauerteig URA selbst herstelle – von Anfang an. Ohne Abkürzung. Ohne fertigen Starter.

Brot zu backen ist nicht „einfach“.
Aber genau das macht es für mich so besonders.


Warum ich meinen Roggensauerteig selbst ansetze (und nicht kaufe)

Ich wollte kein Brot mehr backen, bei dem ich nicht weiß, was drin ist.
Keine Backhilfsmittel, keine Hefe auf Vorrat, keine langen Zutatenlisten.

Ich wollte:

  • echtes Brot

  • Zeit als Zutat

  • einen Prozess, der lebt

Und ja:
👉 Ich wollte scheitern dürfen.

Denn Sauerteig ist kein Rezept – er ist ein Beziehungsaufbau.


Was ist ein Roggensauerteig URA überhaupt?

Der Roggensauerteig URA ist der ursprüngliche Ansatz:

  • nur Roggenmehl

  • nur Wasser

  • Zeit

  • Geduld

  • Wärme

Kein zugesetzter Starter.
Keine Hefe.
Kein Trick.

Alles, was gärt, kommt aus dem Mehl und aus deiner Umgebung.


Roggensauerteig URA herstellen – meine Anleitung (Tag für Tag)

Zutaten

  • Roggenvollkornmehl

  • warmes Wasser

  • ein Glas

  • Zeit

Mehr braucht es nicht.

Sonstiges

Was ich mir angesschafft habe sind vernünftige Einmachgläser. Hier kann ich diese Gläser empfehlen. Erhältlich bei Amazon.

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Tag 1

Ich mische:

  • 30 g Roggenvollkornmehl

  • 30 g handwarmes Wasser

Locker abgedeckt, warm gestellt.

👉 Nichts passiert. Und das ist richtig so.


Tag 2–3: Die Geduldsprobe

Kleine Bläschen.
Manchmal ein Geruch, der verunsichert.

Ich füttere täglich:

  • 30 g Roggenmehl

  • 30 g Wasser

Und frage mich:

„Mache ich etwas falsch?“

Nein.
Der Sauerteig lernt gerade, wer hier das Sagen hat.


Tag 4–5: Die berühmte Hängephase

Ganz ehrlich?
Hier wollte ich fast aufgeben.

  • Er blubbert, aber steigt nicht

  • Er lebt, aber wirkt träge

  • Er riecht sauer, aber nicht „gut“

Das ist normal.
Hier dominieren Milchsäurebakterien – die Hefen sind noch im Aufbau.

👉 Mein wichtigster Lernmoment:

Weniger ist mehr.

Ich habe fast alles entfernt und nur einen Esslöffel behalten.
Dann frisch gefüttert.

Das war der Wendepunkt.


Tag 6–7: Leben. Endlich.

Plötzlich:

  • größere Blasen

  • Volumen

  • ein milder, angenehmer Geruch

Und dieser Moment, wo ich wusste:

„Jetzt kann ich damit Brot backen.“


Mein größter Fehler – und was ich daraus gelernt habe

❌ Zu kalt
❌ Zu trocken
❌ Zu viel alter Sauerteig

✔ Wärme (24–26 °C)
✔ locker abgedeckt, nicht offen
✔ regelmäßig füttern, aber nicht überfüttern

Sauerteig will Konstanz, keine Aktion.


Sauerteig backreif – und jetzt?

Wenn dein Roggensauerteig:

  • sichtbar aufgeht

  • viele Blasen bildet

  • angenehm säuerlich riecht

Dann kannst du daraus deinen Sauerteig für Brot ansetzen – und noch am selben Tag backen.

Und ja:
👉 Du kannst das in Stunden planen.
👉 Du musst kein Profi sein.


Warum ich diesen Weg liebe

Ich liebe:

  • den Rhythmus

  • den Geruch

  • das Wissen, was meine Familie isst

  • dieses Gefühl, etwas „Altes“ wieder zu können

Brotbacken ist für mich kein Hobby.
Es ist Erdung.

Ich erschaffe etwas mit meinen Händen, aus zwei Zutaten –
und am Ende steht etwas, das nährt.


Roggensauerteig URA herstellen – lohnt sich das?

Ja.
Nicht, weil es perfekt ist.
Sondern weil es echtes Tun ist.

Und jedes Brot wird besser als das davor.

Wenn du Fargen hast schreib mir gerne.

Hast du noch Fragen? Ich berate dich gerne. Schreib mir gerne auf WhatsApp, Instagram oder Facebook!

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