Schwanger im Arbeitsendspurt: Meine Vorweihnachtszeit zwischen Mutterschutzplanung, Rückenschmerzen & Adventchaos
Die Vorweihnachtszeit ist ja für viele Familien eine kleine Achterbahn – aber dieses Jahr hat sie es für mich ganz besonders in sich. Ich bin im sechsten Monat schwanger, mitten in der heißen Phase vor dem Mutterschutz, und gefühlt prasselt alles gleichzeitig auf uns ein. Zwischen Arbeiten, Weihnachtsvorbereitungen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Rückenschmerzen und emotionalen Abschieden von unserer alten Katze frage ich mich manchmal, wie viele Tabs mein Gehirn gerade gleichzeitig geöffnet hat. (Spoiler: zu viele.)
Doch genau davon möchte ich erzählen – ehrlich, roh, liebevoll. Denn Mama arbeitet nicht nur, Mama fühlt, organisiert, denkt voraus, schiebt an, hält den Laden am Laufen.
1. Schwanger im sechsten Monat – Hallo Mega-Bauch, Tschüss Schlaf
Die Schwangerschaft ist wunderschön. Wirklich. Aber gleichzeitig raubt sie mir nachts immer öfter den Schlaf. Die Tritte vom Bauchzwerg sind deutlich und oh Wadenkrämpfe, ihr fiesen Begleiter, hört ihr mich? 🙄 Ich wache auf, drehe mich, dehne, trinke Magnesium – und bin doch wieder hellwach. Und am nächsten Tag wartet kein Erholungsmodus, sondern To-Do-Listen in Großbuchstaben.
– Vertriebsplanung für nächstes Jahr
– Video-Calls und Organisation, damit im Mutterschutz trotzdem alles läuft
– Haushalt
– Untersuchungstermine
– Familien- und Freizeitstress
Manchmal habe ich das Gefühl, meine Schwangerschaft und mein Job, meine Familie wetteifern darum, wer mir gerade mehr Energie abverlangt.
2. Mutterschutz naht – und der Kopf arbeitet im Voraus
Angestellte, Unternehmerin und werdende Mama – das ist eine spannende Mischung. Während mein Bauch wächst, wächst parallel mein Jahresplan für 2026. Ich möchte loslassen, abgeben, Pausen einbauen – aber vorher muss alles fertig sein.
Es fühlt sich an wie ein Staffellauf: Ich renne, organisiere, plane vor, damit ich im Mutterschutz und über Weihnachten endlich loslassen kann. Endlich durchatmen. Endlich Stresspause.
Ich liebe mein Berufsleben, aber ich liebe auch die Vorstellung eines ruhigen Dezembers, in dem ich einmal NICHT gleichzeitig arbeite, hetze und brüte.
3. Adventkalender, Geschenke, Weihnachtsmagie
Adventzeit mit Kind(ern) – das ist Zauber UND Projektmanagement.
Welcher Adventkalender? Welche Füllung? Wer bekommt welches Geschenk? Wann bestelle ich was, bevor alles ausverkauft ist? Und wie schaffe ich es, nicht im Dezember panisch Pakete hinterherzulaufen?
4. Und dann – unser Kater.
Während draußen die Lichterketten funkeln, bricht uns innerlich gerade ein kleiner Stern weg. Unser alter Kater – Familienmitglied, Seelentröster, geduldige Schnurrmaschine – wird schwächer. Sein Fell wirkt dünner, sein Gang langsamer, sein Blick müder. Wir pflegen ihn, streicheln ihn, begleiten ihn.
Und mitten in all diesem Trubel zeigt er mir leise, still, was wirklich zählt:
Nähe. Liebe. Abschied. Dankbarkeit.
5. Zwischen Stress und Vorfreude: Ich atme durch.
Es ist viel gerade. Sehr viel. Schwangerschaft + Arbeit + Weihnachten + emotionale Themen = der Cocktail, den ich gerade täglich serviert bekomme. Und doch freue ich mich. Auf die Pause. Auf den Mutterschutz. Auf ruhigere Tage. Auf Kekse statt Excel. Auf Kerzenlicht statt Videocalls.
Denn am Ende bleibt das Wesentliche: Familie, Gesundheit, Wärme im Herzen.
Und der Mut, loszulassen und zu genießen.
Mein Fazit
Ich bin im sechsten Monat schwanger. Ich arbeite. Ich plane. Ich weine ein bisschen und lache ganz viel. Ich verschenke Kleinigkeiten im Adventkalender und verabschiede mich von einer Katze, die ein Stück Familie war.
Es ist chaotisch, wunderschön und überwältigend.
Eben echtes Leben.
Und vielleicht geht es dir ähnlich?
Dann fühl dich gedrückt – digital, aber ehrlich. 💛















